Vincenzo Manno

Sinfonie in drei Sätzen

29,99  - 39,99  Inklusive Mehrwertsteuer

In Absprache mit den Erben des Komponisten Vincenzo Manno (1901-1981) hat Preludio die Ehre, diese Partitur, seine Sinfonia in drei Sätzen für großes Orchester, zu veröffentlichen.

Artikelnummer: PLS19213 Kategorien: , Schlagwörter: , ,

Vincenzo Manno ist ein römischer Komponist, der 1981 starb. Er wuchs in einer Musikerfamilie auf, zu der auch sein Vater Sigismondo gehörte, ein Komponist und Kapellmeister, zu dessen Kompositionen auch ein Ouvertüre für Klavier und zwei Kapellenmärsche Gilda und Epochen-Novelleund den beiden Brüdern seines Vaters, Gaetano, 1. Trompeter des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino und Trompetenlehrer am Conservatorio Cherubini in Florenz, und Vincenzo, Dirigierlehrer am Conservatorio G. Verdi in Mailand.
Im Einvernehmen mit seinen Erben hat Preludio die Ehre, diese Partitur, seine Sinfonia in drei Sätzen für großes Orchester, zu veröffentlichen.

Im "kultivierten" musikalischen Panorama des 20. Jahrhunderts in Europa stellt die dreisätzige Sinfonia zweifellos ein bemerkenswertes und unbestrittenes Beispiel des italienischen Neoklassizismus dar. Die komponierte Form des Bra- novo, die elegante Bauweise, der kontrollierte und ungezwungene Charakter des musikalischen Materials, aber auch die mediterrane Ausdehnung der Themen und melodischen Linien lassen das Werk in Geist und Intention den großen Werken der großen italienischen Meister des 20. Jahrhunderts nahe kommen. Auf den Seiten von Sinfonia in tre tempi wird der italienische Musikstil von Ilde- brando Pizzetti bis Alfredo Casella und Gianfrancesco Malipiero auf originelle Weise lebendig, ohne Plagiat oder Zitat. Vor allem von letzterem hat Vincenzo Manno die ästhetisch-formale Lehre übernommen und persönlich weiterentwickelt. Der römische Komponist, der sich die Frische der musikalischen Ideen - einer geradlinigen italienischen Sensibilität - bewahrt hat, malt in den drei Sätzen farbenfrohe Landschaften, die sich als äußerst unterschiedlich und in einigen Fällen auch sehr kontrastreich erweisen. Der Komponist bleibt jedoch dem typisch klassischen Konzept der Einheitsform treu und nutzt die in allen drei Episoden vorhandenen melodischen Moleküle aus. Sein Wissen über das Orchester (teils angeboren, teils durch akademische Studien erworben und dann durch die unmittelbare Erfahrung zahlreicher Jahre der Dirigententätigkeit belebt) löst sich von den Grenzen zimperlicher und manieristischer Konventionen und wird zum Gegenstand innovativer und generativer Klangerfahrung.

Angesichts der Struktur der Komposition und der traditionell konventionellen Anordnung der drei Sätze sowie der Grandiosität der eingesetzten Mittel könnte das Werk auch als hervorragendes Beispiel für ein Konzert für Orchester gelesen werden. Die akribisch organisierte Dreiteilung würde uns dies voll und ganz bestätigen. Dieses Werk von Vincenzo Manno wäre jedoch nicht das erste Beispiel in der Musikgeschichte, denn andere italienische und europäische Komponisten des 20. Jahrhunderts haben bereits sehr wertvolle Zeugnisse hinterlassen. Jedes Tempo der Sinfonia in tre tempi erinnert an eine autonome Klangwelt und ästhetische Struktur, aber in jeder der drei Episoden bleiben die Verwendung von Bitematismus und Polythematismus sowie die zyklische Form (letzteres sind typische Merkmale der romantischen symphonischen Dichtung) konstant. Es gibt jedoch auch Hinweise auf die allgemeine dreiteilige A-B-A-Form, wie sie in der klassischen Tradition seit Jahrhunderten verwendet wird.

Das thematische Material entspringt wenigen, wohldosierten melodischen Elementen, die der Maestro in ihrer morphologischen Essenz mit großer Intelligenz und kalkulierter Sparsamkeit nutzt. Es handelt sich dabei um das auf- und absteigende rechte Quartenintervall und das Halbtonintervall. Sie werden sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung eingesetzt und stellen die Hauptquelle dar, aus der der Komponist schöpft. Während des gesamten Werkes sind es diese beiden elementaren Zellen, die das musikalische Gewebe kontinuierlich erzeugen und beleben. Insbesondere die rechten Quarten werden häufig in einer aufsteigenden horizontalen Linie multipliziert. Aus ihrer Summe ergibt sich ein weiteres thematisches Element, das sicherlich nicht weniger wichtig ist: das siebte. Er ist in allen drei Episoden des Werks leicht zu finden und erscheint in seinen verschiedenen Arten als ein Element, das dem akkadischen Tonalismus entgegengesetzt ist und sich als störendes Element in das harmonisch-akkordische Gefüge einfügt. Im Gegenteil, in der Entwicklung der Komposition schafft ihre Anwesenheit Interesse und Dynamik. Ihre Dauerhaftigkeit hebt die Statik veralteter Konsonantenkonstruktionen auf und führt zur Suche nach neuen, unerwarteten harmonischen Lösungen, in denen die Spannungen der zahlreichen hart dissonanten Akkorde untergebracht und aufgelöst werden können.

Wertvoll und zweifelsohne verdienstvoll ist dieser Minimalismus der lexikalischen Mittel, auf den Vincenzo Man- no mit vollendeter und kluger künstlerischer Erfahrung zurückgreift. Schon die großen Klassiker in der Geschichte der "kultivierten" Musik - darunter auch J. S. Bach selbst (um nur den Größten zu nennen) - haben sich in ferner Vergangenheit und auch in jüngerer Zeit ihrer bedient, um ihren Stil und ihre Form zu vereinheitlichen und ihre musikalischen Gedanken klar und prägnant auszudrücken, aber auch, um ihre Ideen frei von jenen Fesseln zu machen, die ein wertvolles Werk von einem dekadenten oder bloß konventionellen und vorhersehbaren Werk kennzeichnen und unterscheiden.

Giuseppe Caffi

Zusätzliche Informationen

Jahr

2013

Autoren/Dolmetscher/Arrangeure

Vincenzo Manno

Orchestrierung

Symphonieorchester

Unterstützung

Papierpartitur, PDF-Partitur

Typologie

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Sinfonia in tre tempi“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

de_DEDeutsch
Teilen Sie dies